Drachenzähmen leicht gemacht

5 Dinge, die ihr vor Dragon Age: Inquisition wissen müsst

Dragon Age: Inquisition
© Electronic Arts
Dragon Age: Inquisition
moviepilot Team
freakingmuse Rae Grimm
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Ich mache Dinge mit Worten und Videospielen und brauche dafür sehr viel Kaffee.

Mit Inquisition geht das Zeitalter der Drachen aus dem Hause BioWare in die dritte Runde und lässt euch einmal mehr Thedas erkunden. Die Welt von Dragon Age ist größer als je zuvor, was es verständlich einfach macht, verloren zu gehen oder gar ein wenig eingeschüchtert zu sein von dem, was das 100+ Stunden-RPG zu bieten hat.

Viele von euch, die Interesse an Dragon Age: Inquisition haben, sind sicherlich bereits mit dem Franchise bekannt und haben eine Ahnung, was sie erwartet. Obwohl der dritte Teil der Reihe versucht, es so einfach wie möglich für Neueinsteiger zu machen, wird gerade die politische Lage von Thedas nicht immer ganz einfach verständlich sein und eventuell etwas Kodex-Lesen erfordern.

Etwas Vorbereitung kann also nicht schaden, daher habe ich hier fünf Dinge, die ihr über Dragon Age: Inquisition wissen müsst, bevor ihr euch als Inquisitor mit euren Gefährten in den Kampf stürzt, um herauszufinden, welche dunkle Bedrohung dieses Mal ihren Schatten über Thedas wirft.

Dragon Age Keep


Vor allem für Fans der Reihe ist Dragon Age Keep ein wichtiges Feature, da es nicht möglich ist, alte Speicherstände in Inquisition zu übertragen. Keine Sorge, das bedeutet nicht, dass alle Entscheidungen, die ihr in Dragon Age: Origins und Dragon Age II getroffen habt, keinen Einfluss auf Inquisition nehmen werden.

Statt die Spielstände direkt ins neue Spiel zu importieren, könnt ihr eure grauen Wächter und Hawkes mitsamt ihren Entscheidungen in das kostenlose Tool Dragon Age Keep übertragen und dann dort anpassen. Wenn es also nur ein oder zwei Dinge gab, die ihr in einem eurer Spielverläufe nicht mochtet, müsst ihr die beiden Vorgänger nicht noch einmal durchspielen, um sie zu berichtigen und einen perfekten Start in Inquisition hinzulegen.

Unter anderem könnt ihr auswählen, mit wem eure Charaktere Beziehungen eingegangen sind, wer überlebt hat und wer König von Ferelden ist und sogar die DLCs nachholen, ob ihr sie nun besessen habt oder nicht. Wer keine Lust auf dieses Mikromanagement hat, startet mit einer Default-Welt, in der ein grauer Wächter der Dalish im ersten Teil das Ultimative Opfer brachte, Alistair König wurde und ein männlicher Hawke sich als Zauberer auf die Seite der Magier schlug.

Dragon Age: The Last Court

Was ist eigentlich zwischen Dragon Age II und Dragon Age: Inquisition geschehen? Wer das wissen möchte, muss nicht Fanfiction lesen oder sich selbst etwas zusammenreimen, sondern kann das in dem Clip A World Asuder erfahren. Hier wird erklärt (natürlich von niemand anderem als Dragon Age II-Erzähler Varric), was nach den Ereignissen von Kirkwall zwischen den Magiern und Templern geschah:


Wem das noch nicht reicht, der sollte einen Blick auf das kostenlose Text-Adventure The Last Court von Failbetter Games (Sunless Sea) werfen, das ihr via Dragon Age Keep erreicht. Nun ja, zumindest bekommt ihr einen kleinen Einblick. Ihr schlüpft in die Rolle des Marquis von Serault in Orlais und müsst als solcher Entscheidungen treffen, die über die Grenzen des Marquisats hinaus spürbar sind. Die Handlung bezieht sich also trotz einiger Gastauftritte wie dem von Morrigan weniger auf bereits bekannte Charaktere und Situationen und vielmehr auf die Welt im Allgemeinen.

Es ist ein netter Zusatz zur Welt von Dragon Age, die euch die Geschichte und das detailliert ausgearbeitete, politische System noch etwas näher bringt, bevor ihr euch in Dragon Age: Inquisition mit noch größeren Fragen herumschlagen müsst.

Charaktere und Personalisierung


Für viele Spieler gehört es zu einem guten Rollenspiel dazu, dass sie sich ihren eigenen Charakter erstellen können, schließlich verbringen sie mit ihm häufig mehr Zeit als mit Protagonisten aus Spielen anderer Genres. In Dragon Age: Inquisition könnt ihr daher nicht nur wählen, ob ihr einen männlichen oder weiblichen Inquisitor spielt, sondern außerdem, welcher Rasse (Mensch, Elf, Zwerg oder Quinari) und welcher Klasse (Krieger, Schurke, Magier) er/sie angehören soll.

Die Rasse, die ihr wählt, bestimmt gleichzeitig den Hintergrund eures Charakters sowie bestimmte Fähigkeiten, die ihr im Verlauf weiter ausbauen und spezialisieren könnt. Der Charakter-Editor ermöglicht es euch, auch das Aussehen eures Inquisitors zu verfeinern, was von Augen über Haare und Hautfarbe bis hin zu Bärten, Tattoos oder Qunari-Hörnern führen kann.

Darüber hinaus gibt es wie immer die Möglichkeit, einen Partner oder eine Partnerin zu wählen und eine Romanze einzugehen. Auch hier ist es entscheidend, welchen Charakter ihr erstellt habt, denn nicht jedes Geschlecht und jede Rasse kann jeden Gefährten umgarnen: Sera bevorzugt beispielsweise Frauen, Dorian nur Männer und Cullen fängt nur mit weiblichen Elfen und Menschen eine Liebelei an, während Iron Bull derjenige ist, mit dem jeder etwas Dampf ablassen kann, um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen.

Viel zu tun, viel zu entdecken


Es ist wichtig, dass ihr vor Dragon Age: Inquisition wisst, worauf ihr euch einlasst. Und die Antwort darauf ist: auf ein sehr, sehr großes Spiel. Natürlich wäre es einfach, nun Vergleiche mit The Elder Scrolls V: Skyrim auszupacken, allerdings unterscheidet sich die offene Welt von Thedas von der Himmelsrands.

Es gibt mehrere große Gebiete, in denen ihr euch frei bewegen und sie zwischen den Storymissionen nach Herzenslust erkunden könnt, anstatt einen großen Bereich, den ihr frei durchstreift. Um Abwechslung zu bieten, schickt euch Dragon Age: Inquisition nicht nur in grüne Wälder und verfluchte Sümpfe, sondern auch in gigantische Wüsten oder sich erstreckende Landschaften. Es ist fast ein wenig so, als wollte BioWare die vielen Kritikpunkte zur Eintönigkeit des Settings in Dragon Age 2 wieder gut machen.

Die Umgebung zu erkunden, schlägt noch einmal eine Menge Zeit auf das auf rund 90 Stunden bemessene Hauptspiel. Gut also, dass ihr nach Storyende noch nicht Abschied nehmen müsst, sondern weiter das Land erkunden könnt. Und keine Sorge, es gibt genug in Dragon Age: Inquisition zu tun, dass ihr die Zeit nicht nur mit (ver)laufen verbringen werdet.

Multiplayer


Ja, Dragon Age: Inquisition wird einen Multiplayer-Modus haben. Nein, er hat anders als bei Mass Effect 3 keinen Einfluss auf die Singleplayer-Kampagne. Außerdem wird es keine Trophäen oder Achievements geben, die sich nur durch diesen Modus verdienen lassen. Wer möchte, kann also alles abseits der Singleplayer-Kampagne getrost ignorieren.

Beim Multiplayer von Inquisition handelt es sich um einen Koop-Dungeon Crawler für vier Spieler. Als Teil der Inquisition erledigt ihr Aufgaben im Auftrag des Inquisitors. Es stehen euch die drei aus dem Singleplayer bekannten Rassen mit je vier (teilweise einzigartigen) Spezialisierungen zur Verfügung. Eine Runde auf den zufällig generierten Karten dauert ca. 20-30 Minuten. Es wird ein Ingame-System namens Platinum geben, das euch echtes Geld investieren lässt. Allerdings betonte BioWare immer wieder, dass es keine Pay Wall gibt und alles, was ihr mit Platinum ersteht, ebenfalls mit Gold kaufen könnt, das ihr während des Spielens verdient.

Bisher sprach Bioware nur über den Multiplayer-Status während des Launches von Inquisition, allerdings hieß es, dass er länger unterstützt werden solle als der von Mass Effect 3. Spieler des Koop-Modus des SciFi-RPGs durften sich ein Jahr lang in regelmäßigen Abständen über neue kostenlose Map-Packs, Charaktere, Waffen und Herausforderungen freuen. Ob Dragon Age: Inquisition seine Spieler ebenfalls mit kostenlosen Erweiterungen erfreut, wurde noch nicht verraten.

Das sind ein paar der Dinge, die ihr vor Dragon Age: Inquisition wissen solltet. Ob sich die Reise nach Thedas lohnt, erfahrt ihr bald in unserem Test.

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