ARK: Survival Evolved — Wir blicken hinter die Kulissen des Erfolgstitels

Ark: Survival Evolved
© Studio Wildcard
Ark: Survival Evolved
moviepilot Team
R3nDom Dom Schott
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Ich weiß doch auch nicht.
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ARK: Survival Evolved schwimmt momentan auf den höchsten Wellen des Steinzeit-Trends: Das Survival-Spiel in einer offenen, von Dinos bevölkerten Welt, brach zum Start seiner Early Access-Phase auf dem PC einige Verkausfrekorde. Während die PC-Version noch immer keinen finalen Zustand erreicht hat, feierte die Xbox One-Fassung nun am 16. Dezember ihren Release. Zu diesem Anlass bekamen wir die Gelegenheit, mit Co-Creative Director und Co-Founder von Studio Wildcard, Jesse Rapczak, ein Interview zu führen — und wir löcherten ihn mit den dringlichsten Fragen, die uns seit Release des Spiels wurmten.

Dieser verlief nämlich trotz, oder gerade wegen des Erfolgs alles andere als problemlos. Wie Rapczak zugibt, war die Freude über das positive Feedback im Team gigantisch — doch kurz darauf kam es zu der bitteren Erkenntnis: "Wir haben gar nicht genug Server, um dem Ansturm gerecht zu werden!"

Während das Team bis heute an diesem Problem arbeitet und ständig versucht, immer mehr und mehr Kapazitäten für die anstürmenden Massen zu schaffen, achtet Studio Wildcard penibel darauf, jeden Fortschritt und jede Neuigkeit mit einem kleinen Video zu kommentieren.

Seit dem Launch ist es unsere höchste Priorität, den Enthusiasmus unserer Fans nicht auszubremsen und sie wissen zu lassen, dass uns ihr Feedback wichtig ist.

Early Access als Geschäftsmodell stand allerdings schon seit langer Zeit fest: Hier hatte die Community nicht mitzureden und das offensichtlich auch aus gutem Grund. Von Anfang an sah Studio Wildcard ihr Spiel als sehr ambitioniertes, aufwändiges Projekt an. Es sei viel zu riskant gewesen, ein bis zwei Jahre an Ark: Survival Evovlved im Geheimen zu arbeiten und den Titel dann auf die Öffentlichkeit loszulassen. Durch Early Access sei das Team in der luxuriösen Lage gewesen, rund 9 Monate an einem Grundstein zu arbeiten, der dann durch das Feedback der rasch wachsenden Community geformt werden kann. Und ganz offensichtlich scheint in diesem Fall das so oft verteufelte Early Access-Programm funktioniert zu haben.

Gleichzeitig war der richtungsweisende Zeigefinger der Community für das Team auch immer wieder ein Grund für Überstunden: Die Wünsche der Fans mussten besprochen und umgesetzt werden und dass ARK: Survival Evolved nichts anderes als AAA-Standards anstrebt, war in diesem Fall für die vom Stress gezeichneten Entwickler-Gesichter sicherlich keine große Hilfe.

Ein Punkt allerdings bereitet mir nach dem Interview weiterhin Kopfzerbrechen: Ich sprach Jesse Rapczak auf die Modding-Community an, die bereits fleißig kostenlose Inhalte für Ark: Survival Evolved bastelt. Allerdings hat diese kreative Beteiligung der Spielerschaft auch seine Schattenseiten. Spiele wie The Elder Scrolls V: Skyrim haben mittlerweile eine traurige Berühmtheit für einen Teil seiner Modding-Community erlangt, die den Programmcode des Spiels durchwühlen, Nackt-Mods basteln und sie unter dem Tag "Vergewaltigung" kategorisieren. Wie steht Studio Wildcard zu diesem Problem?

Ich glaube, die Community tendiert dazu, sich selbst zu regulierend, auch dank der Up- und Downvote-Struktur des Steam Workshops. Wir haben zu diesem Zeitpunkt keine Regelungen, die die Möglichkeiten der Spieler im Umgang mit den Mods beschneiden.

Die Zukunft wird zeigen, ob Studio Wildcard diese Strategie noch einmal überdenken muss oder sich die Community doch auf das Basteln und Kreieren von Pflanzen und Tieren beschränkt, die im Sinne des eigentlichen Spielerlebnisses sind: Als unterstes Glied der Nahrungskette gemeinsam mit anderen Spielern in einer menschenfeindlichen Welt zu überleben und eines Tages sogar den Sattel auf einen Dino-Rücken zu legen.

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