Nichts ist geheimnisvoller als die eigene Vergangenheit
© Giant Sparrow
Nichts ist geheimnisvoller als die eigene Vergangenheit

What Remains of Edith Finch

Dieser PS4-Titel verspricht merkwürdigen Familiengrusel

Das erste Werk der Giant Sparrow Studios könnte unschuldiger kaum sein. Mit infantilen Faszination, mit denen uns auch Kinderbücher noch im Erwachsenenalter fesseln können, erkundeten wir in The Unfinished Swan eine Spielwelt, die wir nebenbei auch noch mitgestalteten. Diesen künstlerischen aber auch leichtherzigen Ansatz scheinen die Entwickler für ihr nächstes Projekt aber aufgeben zu wollen.

Mit What Remains of Edith Finch übernimmt ein düsterer Ton die Gestaltung der Welt und bietet uns damit eine Geschichte, die wohl weitaus weniger für Kinder geeignet sein dürfte. Die First Person-Perspektive bleibt zwar gleich, ansonsten lässt sich What Remains of Edith Finch nur schwer mit Unfinished Swan vergleichen.

In mehreren Kurzgeschichten verfolgen wir die Familiengeschichte von der namensgebenden Edith Finch, die als einzige eine Serie von unglücklichen Todesfällen innerhalb der Familie überlebt hat. Warum ausgerechnet sie verschont blieb und was sich sonst noch hinter dem eigenen Familiennamen und dem vermeintlichen Fluch versteckt, müssen wir herausfinden.

What Remains of Edith Finch spielt im Bundesstaat Washington und spannt sich zeitlich zwischen den Anfängen des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart auf. Trotz der scheinbar schauderhaften Exposition soll das Spiel aber kein Horror-Titel werden, sondern ganz andere Gefühle hervorrufen. Vorbilder sind vor allem Autoren wie Edgar Allan Poe, H.P. Lovecraft und Jorge Luis Borges, die ihren Fokus auf das Merkwürdige und Seltsame legen.

Das Spiel ist noch in der frühen Entwicklung und soll 2016 exklusiv für die PS4 erscheinen.

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Ich bin ein professioneller Motocross-Champion mit Abschlüssen in Kunstgeschichte und Paläontologie, der Picasso/Dinosaurier-relevante Kriminalfälle in seiner Freizeit aufklärt.

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