Community-Frage der Woche

Für welches Spiel habt ihr zu viel Geld ausgegeben?

So günstig ist es eher selten
© Fox
So günstig ist es eher selten

Bevor uns gleich in das finanzielle Getümmel werfen, blicke ich aber noch einmal auf die letzte Woche zurück. Da wollten wir nämlich wissen, in welchem Open World-Spiel ihr euch so richtig Zuhause fühlt. Für John3101 war die Sache klar: "GTA und Skyrim ^^"

Midzoke hingegen hat etwas weiter ausgeholt und klar gemacht, warum genau Vampire: The Masquerade - Bloodlines so faszinierend ist:

Ich residiere in den Skyline Appartements bei Vampire Bloodlines. Mein Ghul mixt mir einen Bloody Mary und anschließend tauche ich wieder in Finsternis von L.A. ab. Eine Welt unter der Oberfläche der normalen Realität der Menschen, in der Vampire, Werwölfe Geister sowie andere übernatürliche Phänomene existieren, von denen ein Großteil der Menschheit nicht einmal zu träumen wagt. Alles Lemminge, die ihrer Arbeit nachgehen, Familien gründen, soziale Kontakte pflegen und denken, sie seien der Gipfel der Evolution. Dabei sind sie nur Futter. Ich wäre ein Malkavianer, eigenbrötlerisch, vom Wahnsinn geküsst, doch es ist kein Fluch. In den Visionen und Antworten dieser Fraktion steckt mehr Wahrheit, als man sich vorstellen kann. Sie können hinter den Spiegel sehen, und ihre Dialoge sind nebenbei urkomisch.

Doch nun zur aktuellen Frage: Für welches Spiel habt ihr viel zu viel Geld ausgegeben? War es ein teurer Import? Oder habt ihr euch auf dem Flohmarkt über den Tisch ziehen lassen? Oder war es doch die Falle der Mikrotransaktionen?

Wie immer machen wir den Anfang

Hannes war schon immer ziemlich voreilig

Als ich 12 Jahre alt war, war mein Budget für neue Spiele nicht gerade unerschöpflich. Echtes Taschengeld habe ich nie bekommen und daher musste ich für Investitionen immer erst meine Eltern überzeugen, was selten leicht war. Sollte ich dann doch einmal grünes Licht für ein neues Videospiel bekommen, musste ich ganz genau abwägen, was ich denn eigentlich haben will. Denn es könnte das letzte Spiel für Monate sein.

Damals nahm ich meine investigativen Kräfte zusammen und entschied mich für Gauntlet Legends, dem perfekten Koop-Spiel für die erste PlayStation. Zumindest dachte ich das und ich schlug zum Vollpreis zu. Heraus kam ein unansehnlicher Gauntlet-Ableger, der behäbiger und langweiliger hätte kaum sein können. Hätte ich mal auf meinen kleinen Bruder gehört, der wollte nämlich Micro Machines.

Finja werden Handyspiele zum Verhängnis

Ich bin eine sparsame Spielerin. Die meisten Titel kaufe ich gebraucht und wenn Inhalt zum kostenpflichtigen Download angeboten wird, dann ignoriere ich das in der Regel. Das liegt auch daran, dass ich die DLC-Politik vieler Publisher eher unsympathisch finde und deshalb schon aus Prinzip nicht dabei mitmachen will.

Allerdings habe ich ein dunkles Geheimnis. Wenn es nämlich um mobile Spiele geht, dann vergesse ich all meine Ideale.

Der Verlockung von Free to Play-Spielen kann ich aus irgendeinem Grund nicht widerstehen. Ich durchschaue das System – trotzdem habe ich zuletzt ein paar Euro investiert, um den besten Hai in Hungry Shark Evolution zu erhalten. Das mag nicht viel sein, doch der mentale Preis ist für mich hoch, zumal besagter Hai seinen Reiz für mich schnell verloren hatte. Deshalb meide ich den Play Store in Zukunft lieber.

Conny ärgert sich immer noch über einen Flohmarkt-Fehlkauf

Seitdem ich klein bin, begleitet mich eine Faszination für Archäologie und das Alte Ägypten. Eines schönen Tages schlenderte ich mit meinem Vater über einen Flohmarkt und entdeckte dort ein Spiel für die gute, alte PlayStation. Es handelte sich dabei um Egypt 2: The Heliopolis Prophecy, das — wie der Titel bereits vermuten lässt — um 1360 v. Chr. in der Stadt Heliopolis spielt. In der Theorie sollte mich das Adventure in den Kampf gegen eine dort wütende Plage schicken.

Ich kratzte also mein Taschengeld für das vermeintlich gute Stück zusammen und setze mich Zuhause erwartungsvoll vor die Konsole. Was ich erhielt war keine spannende Reise in die Vergangenheit, sondern ein zähes Spiel mit langen Ladezeiten und einer Grafik, die meinen Augen Schmerzen zufügte. Kein Wunder, dass dieser Titel auf dem Flohmarkt gelandet ist.

Dom investiert seit sechs Jahren in League of Legends

Seit nunmehr sechs Jahren spiele ich fast täglich League of Legends — und obwohl das Spiel als Free to Play-Titel auch sehr gut ohne den Einsatz von Echtgeld funktioniert, habe ich mich viel zu häufig zum Kauf von Kostümen und neuen Champions hinreißen lassen.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich diese Belastung meiner Kreditkarte eigentlich nie wirklich bereut habe: Riot, die Entwickler hinter dem Spiel, stecken so unglaublich viel Energie und Hirnmasse in League of Legends, dass ich gerne meinen Beitrag leiste, um diese hohe Qualität auch in Zukunft mitzusichern. GG!

Und nun seid ihr an der Reihe!

moviepilot Team
Radegast Hannes Rossow
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Ich bin ein professioneller Motocross-Champion mit Abschlüssen in Kunstgeschichte und Paläontologie, der Picasso/Dinosaurier-relevante Kriminalfälle in seiner Freizeit aufklärt.

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