Simulatoren für Gefühle

Mit Videospielen gegen Autismus, Ängste und Co.

BrainHealth
© University of Texas
BrainHealth

Die scheinbar endlose Diskussion darüber, ob Videospiele letztendlich zu Gewalt und Aggressionsproblemen führen, wird so schnell kein Ende finden. Aber zumindest die weit verbreitete Ansicht, dass sie Vereinsamung und soziale Inkompetenzen hervorrufen, dürfte nicht mehr allzu lang bestehen bleiben.

In einem Bericht von Mashable werden die Möglichkeiten aufgezeigt, Videospiele zu medizinischen Zwecken einzusetzen, insbesondere der Behandlung von mentalen Problemen. Im Center for BrainHealth an der University of Texas wird beispielsweise die leichte autistische Störung der Patientin Carly McCullar mithilfe von virtueller Realität behandelt.

In simulierten, sozialen Situationen kann McCullar nun abschätzen, wie sie auf Emotionen reagiert und welche Signale von ihr womöglich missinterpretiert werden. Das beinhaltet unter anderem Simulationen von Vorstellungsgesprächen und auch Verabredungen.

Zwar ist die Integration von Videospielen in die Behandlung nicht offiziell und wird nur testweise ausgeführt, dennoch ist es nicht unwahrscheinlich, dass in Zukunft auch Programme verschrieben werden können. Den vollen Bericht findet ihr hier, desweiteren führt die University of Texas einen Blog zum Projekt.

Glaubt ihr, dass sich Emotionen durch Videospiele nachvollziehen lassen?

moviepilot Team
Radegast Hannes Rossow
du folgst
entfolgen
Ich bin ein professioneller Motocross-Champion mit Abschlüssen in Kunstgeschichte und Paläontologie, der Picasso/Dinosaurier-relevante Kriminalfälle in seiner Freizeit aufklärt.

Deine Meinung zum Artikel Mit Videospielen gegen Autismus, Ängste und Co.