Red Dead Redemption 2 — Was der Wilde Westen haben sollte

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Radegast Hannes Rossow
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Ich bin ein professioneller Motocross-Champion mit Abschlüssen in Kunstgeschichte und Paläontologie, der Picasso/Dinosaurier-relevante Kriminalfälle in seiner Freizeit aufklärt.
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Aktuell überschlagen sich mal wieder die Ereignisse und die Gerüchteküche brodelt. Red Dead Redemption 2 kommt noch in diesem Jahr! Und in Japan soll es auch noch spielen?! Und es kommt exklusiv für Nintendo NX? Wie bitte? Naughty Dog übernimmt die Entwicklung? Und es soll gleichzeitig als Half-Life-Prequel dienen? (Psst: Eigentlich ist absolut nichts bestätigt und wir wissen nicht einmal, ob Red Dead Redemption jemals kommt.)

Mehr: Red Dead Redemption 2 — Gerüchte zu Releasefenster & Japan-Setting

Alle paar Monate wird ein neuer Schwall an Spekulationen an die Oberfläche gespült, in der Vernunft zur Mangelware wird. Spannend bleiben solche Überlegungen natürlich trotzdem und die Masse an haltlosen Gerüchten zeigt nur, wie groß die Vorfreude auf ein neues Abenteuer im Wilden Westen ist. Was könnte Red Dead Redemption 2 denn anders machen? Was hat das Franchise noch in petto?

Ich präsentiere euch meine Wunschliste und bitte darum, mich nicht als Quelle zu verwenden.

Das wäre nett. Auf geht's!

1. Bitte keine blutige Rache als Thema!

Das Problem mit vielen Geschichten, die im Wilden Westen spielen, ist die Tatsache, dass Rache so oft im Fokus steht und alleiniger Antrieb für die Protagonisten zu sein scheint. Red Dead Redemption hat es schon sehr gut gemacht, als die namensgebende "Redemption" nicht als Vergeltung sondern als Wiedergutmachung interpretiert wurde. Diese Sehnsucht nach Erlösung ist deutlich spannender und komplexer als die Jagd nach dem Schurken, der meine Frau die Treppe runtergeschubst hat.

Vielleicht trauen sich die Entwickler ja, eine Geschichte zu erzählen, in der diese Form der Wiedergutmachung nicht auf eine Person mit kriminellen Hintergrund beschränkt ist. Massive Einwanderung, Rassismus und die überwältigende Modernisierung einer Welt, die mit ihrem sozialen Wandel nicht hinterherkommt, bieten jede Menge Stoff für das Tilgen von Schulden jeder Art.

2. Cowboys von gestern & heute!

Schon der Vorgänger hat sich nicht mehr nur auf den unerschlossenen Westen konzentriert, sondern auch die voranschreitende Zivilisation thematisiert, die das Ende der gesetzlosen Legenden einläutet. Red Dead Redemption 2 sollte hier aber noch mehr wagen und uns die Entscheidung überlassen, ob wir uns rebellisch gegen die Moderne stellen oder die Vorteile der neuen Welt genießen.

Mit verschiedenen Fraktionen, die sich einer der beiden Ansichten verschrieben haben, können wir selbst gestalten, wie unser Abenteuer aussieht. Machen wir Jagd auf Gesetzlose oder versuchen wir unsere Freiheit zu bewahren? Verlassen wir uns auf Pferde oder fahren wir tatsächlich mit den ersten Autos durch die Gegend? Tragen wir vergilbtes Leder oder doch die schicke Melone auf dem Kopf?

3. Ich will mir meine Erzfeinde selber machen!

Der Wilde Westen lebt von seinen Legenden und den geheimnisvollen Outlaws, die entweder über Leichen gehen oder eben das Gute in der schlechten Welt zu retten suchen. Diese Faszination von märchenhaften Helden und Schurken könnte vielleicht durch ein System repräsentiert werden, wie wir es aus Mittelerde: Mordors Schatten kennen. Eine Nemesis-Mechanik, die Dynamiken zwischen Banditenbanden und einsamen Revolverhelden beschreibt.

Wenn wir also die Machenschaften einer Bande vereiteln, dann erinnert sich der Anführer an uns und kommentiert dies entsprechend. Vielleicht haben wir ihm sogar eine Narbe verpasst, die wir wiedererkennen. Oder es wird sogar Jagd auf uns gemacht, weil der neue Chef der Bande seinen Vorgänger rächen will. Es wäre spannend nicht einfach nur bestehende Konstellationen vorzufinden, sondern die Schurken mitgestalten zu können.

4. Ein umfangreicher Online-Modus!

GTA Online hat es vorgemacht und auch Red Dead Redemption 2 könnte von einem umfangreichen Multiplayer-Modus profitieren. Bankräuber gab es schließlich auch schon vor 150 Jahren, wenn nicht sogar noch mehr als heute. Und natürlich bleibt es uns hier überlassen, ob wir lieber allein durch die Prärie ziehen oder ein paar Freunde mitnehmen.

Wer es hingegen ganz wild mag, sollte auch die Möglichkeit haben, Banden zu gründen, die ein gewissen Einflussgebiet haben und mit anderen Spielergruppen konkurrieren müssen. Möglich wäre hier auch ein Kopfgeld-System, dass die Spielweise jedes Outlaws mit einer Summe dotiert, die für eine Festnahme fällig wird. So machen sich ganze Banden auf, um die rechte Hand eines Banditenchefs zu erledigen, der momentan besonders viel Geld wert ist.

5. Jede Menge Mods!

Mit einem möglichen PC-Release könnte sich das Red Dead-Franchise erstmals auch der Modder-Szene öffnen und ich setze meine ganze Hoffnung in die Kreativität der Spieler. Rockstar mag gute Arbeit leisten, doch der Grund, warum ein GTA 5 noch heute von Bedeutung ist, lässt sich bei den zahllosen Modifikationen finden. In der Moderne von Los Santos ist alles möglich.

Doch auf welche Ideen würden die Spieler kommen, wenn andere Zeiten herrschen? Wie lange würde es wohl brauchen, bis die erste Clint Eastwood-Mod auf dem Markt ist? Und hat der Wilde Westen ein ähnlich virales Potenzial wie der GTA-Wahnsinn? Hier können die Entwickler wohl nicht viel machen, denn beim letzten Punkt habe ich Erwartungen an die Spieler selbst.

Welche Features würden Red Dead Redemption 2 für euch spannend machen?

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