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CGI zwischen Trailern und Filmen

Es ist faszinierend zu bemerken, dass die oft kaum länger als fünf Minuten dauernden Trailer qualitativ hochwertiger sein können als einige CGI-Sequenzen, die wir aus teuren Hollywoodblockbustern kennen. Oder dass in das Promomaterial zu Star Wars: The Old Republic mehr Liebe und Mühe geflossen zu sein scheint als in die letzten Filme des Franchises — wobei die Hoffnung, dass sich das 2015 mit Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht ändert, bekanntlich zuletzt stirbt.

Wenn wir uns die hervorragende Qualität ansehen, die die meisten CGI-Videospieltrailer mit sich bringen, dann ist es eigentlich ein Wunder, dass die Technik nicht dafür verwendet wird, komplette computeranimierte Adaptionen in Spielfilmlänge zu erstellen. Natürlich gibt es da Tekken: Blood Vengeance und Final Fantasy VII: Advent Children oder auch Resident Evil: Degeneration und Resident Evil: Damnation, die sich im Gegensatz zu den Live Action Filmen von Paul W.S. Anderson, nahezu nahtlos in die Resident Evil-Reihe einfügen. Allerdings kommt ihr Niveau nicht an die kurzen Werbeclips der meisten Spiele heran — weder narrativ noch grafisch. Selbst des kurze CGI-Musikvideo zu Assassin’s Creed Revelations ist stimmungsvoller und ansehnlicher animiert, als die Kurzfilme Assassin’s Creed: Embers oder Assassins Creed: Ascendance.

Wenn wir uns die exzellenten Arbeiten ansehen, die unter anderem die Blur Studios abliefern, und den Erfolg von computeranimierten Filmen, dann ist es schon überraschend, dass es kaum entsprechende Videospieladaptionen gibt. Pixar allein beweist immer wieder, dass animierte Filme nicht nur für Kinder interessant sind, warum sollte es also nicht mehr Streifen dieser Art geben, die sich eindeutig an ein erwachsenes Publikum richten? Besser als Star Wars: The Clone Wars dürfte ein Star Wars-Film im Stil von Blur allemal werden und auch Bioshock hätte vielleicht eine Chance, aus der Produktionshölle zu entkommen, wenn jemand Big Daddy zu animiertem Leben erwecken würde. Und wenn wir schon kein Spiel wie Kara, die Tech Demo von Quantic Dream (Heavy Rain, Beyond: Two Souls), haben können, wie wäre es dann zumindest mit einem kompletten Film?

Was haltet ihr von CGI-Trailern für Videospiele? Welches sind eure Favoriten?

Rae Grimm hat eine Vorliebe für bewegte Bilder. Deshalb schreibt sie in Screeenplay über Videospiele, Filme und darüber, was sie gemeinsam haben. Oder eben nicht. Wenn sie nicht gerade Controller malträtiert, dann schreibt sie für IGN Deutschland oder twittert über Kaffee und Zombies. Wenn ihr Fragen, Vorschläge oder Kritik für sie habt, dann freut sie sich sehr – euer Sandwich macht ihr euch aber gefälligst selber.

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Ich mache Dinge mit Worten und Videospielen und brauche dafür sehr viel Kaffee.

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