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Vorteile der Live Action Trailern

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Ich mache Dinge mit Worten und Videospielen und brauche dafür sehr viel Kaffee.

Aber worin sehen Publisher eigentlich die Vorteile dieser Trailer? Immerhin kosten sie viel Geld und sind in Gamer-Kreisen sehr umstritten. Michael Boniface, European Managing Director von Reloaded Productions, erklärte diesbezüglich, dass es einfacher sei, Konzepte mit Live Action zu übermitteln, als mit Gameplay-Footage. Hiermit mag er sicherlich recht haben – besonders, wenn es wie im Fall von APB: Reloaded, um den Relaunch eines Titels geht, der so katastrophal war, dass er ein ganzes Entwicklerstudio ruinierte und deswegen versucht werden musste, Spieler auf jede erdenkliche Art zu beeindrucken.

Trailer allgemein sind eine komplexe Geschichte. Sie sollen Informationen übermitteln, neugierig machen und doch nicht zu viel verraten. Das ist schon kein einfaches Unterfangen, wenn es um Filme geht, die in der Regel anderthalb bis drei Stunden veranschlagen. Videospiele variieren von Natur aus stärker in ihrer Länge und somit auch in der Menge an Inhalt, den sie zu bieten haben. Schon innerhalb eines Genres gibt es große Unterschiede, aber auch zwischen unterschiedlichen AAA-Titeln kann die Spieldauer schwanken, je nachdem ob die Storyline linear verläuft oder Teil einer offenen Welt ist. Dementsprechend schwierig kann es sein, zu entscheiden, welcher Informationshappen bereits zu viel und welcher zu wenig verrät.

Im Fall von Assassin’s Creed III können sich Spieler kaum über einen Mangel an Videomaterial beklagen. Von Trailern über Entwicklertagebüchern bis hin zu speziellen Feature-Videos wurden Fans mit einer Unmenge an Bildmaterial beliefert. Natürlich durfte auch ein Live Action Trailer nicht fehlen, der allerdings weniger verriet als die Verpackung des Spiels und stattdessen auf die übertrieben patriotische Tränendrüse drückte, was die Veröffentlichung am 4. Juli nur verstärkte. Der einzige bleibende Eindruck, den er hinterließ war die Frage, warum er eigentlich existiert.



Bethesda präsentierte für The Elder Scrolls V: Skyrim ein beeindruckendes Video, das allerdings nicht einmal ansatzweise die Besonderheiten des Spiels hervorhob. Stattdessen zeigte er das vielleicht generischste Szenario, das einem im Bereich Fantasy einfallen kann: Mann vs. Drache.

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