The Division — 5 Dinge, die der MMO-Shooter dringend braucht

Tom Clancy's The Division
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Seitdem am 8. März der Startschuss für Tom Clancy's The Division fiel, hat der MMO-Shooter mit einem beachtlichen Tempo schon den einen oder anderen Rekord gebrochen. Doch jetzt muss Ubisofts Hoffnungsträger auch beweisen, dass ihm auf Dauer nicht die Puste ausgeht. Denn noch halten viele kleine wie große Ecken und Kanten zahlreiche Spieler davon ab, den Titel vollends in ihre Arme zu schließen. Darum haben wir uns einmal in der Community umgehört und stellen euch fünf Dinge vor, die Tom Clancy's The Division dringend braucht.

1. Umfangreicherer Charakter Editor

Schon klar, die Division ist keine Ein-Mann-Armee, sondern eine nahezu gesichtslose Spezialeinheit: Eine Gruppe von Bommelmützenträgern, die unter uns darauf gewartet hat, gebraucht zu werden, die gemeinsam dabei helfen soll, das endzeitliche New York wieder auf Kurs zu bringen. Allzu viel Platz für Freigeister bleibt hier also nicht. Aber was innerhalb des Universums noch irgendwo Sinn ergibt, ist trotzdem nicht die beste Ausgangssituation für ein Online-Rollenspiel. Schließlich leben die ja zu einem großen Teil gerade davon, durch die Welt zu streifen und allen unsere in mühevollster Kleinarbeit gestaltete und womöglich etwas eigenwillige Figur zu präsentieren.

Zumal ein bis in die Nasenkrümmung ausgearbeiteter Charakter eben mehr Identifikationspotential bietet als die Handvoll Gesichter, die im Charakter Editor von The Division darauf warten, mit ein paar Brillen, Bärten oder Tattoos verziert zu werden.

2. Mehr Komfort und Abwechslung bei der Individualisierung

Aber ok, wenn schon der Baukasten am Anfang mit Einzelteilen geizt, dann gibt uns The Division doch sicher im späteren Spielverlauf mehr Möglichkeiten, um die Spielfigur an unsere persönlichen Vorstellungen anzupassen, oder? Ja und nein. Und genau hier liegt das Problem.

Der MMO-Shooter unterscheidet zum Glück zwischen Ausrüstung und Kleidung. Allerdings traut sich das Spiel in beiden Fällen kaum, die Grenzen seines von Winterjacken bestimmten Artdesigns auszuloten. Darunter leidet vor allem die Vielfalt der Rüstungsgegenstände, was auch dazu führt, dass wir gar kein so richtiges Gefühl für unseren Fortschritt bekommen. Ein eben erst in Brooklyn angekommener Agent sieht bis auf Kleinigkeiten ganz genauso aus wie ein erfahrenes Division-Mitglied, das sich in Manhattan schon häuslich eingerichtet hat.

Vielleicht liegt das aber auch daran, dass es uns der Titel gar nicht so einfach macht, unsere Figur oder deren Waffen zu individualisieren – trotz einiger Optionen. Das Team von Massive Entertainment traf nämlich mehrere Design-Entscheidungen, die gleich eine ganze Reihe an Fragen aufwerfen: Warum erlaubt uns The Division nicht, die Spielfigur einmal um die eigene Achse zu drehen, wenn wir doch wissen wollen, ob die neue Lederjacke auch von hinten gut aussieht? Wieso können wir Waffen nicht ohne die an sie geschraubten Modifikationen vergleichen? Und wo wir schon bei den Modifikationen sind: Weshalb müssen wir jede einzeln abmontieren, wenn wir unsere AK47 gegen eine M4 tauschen möchten?

3. Koop, auch wenn nicht alle denselben Level haben

Damit reicht es aber auch erst einmal mit all der im wahrsten Sinne oberflächlichen Kritik. Immerhin wollen auch so manche Mechaniken noch nicht ganz ineinander greifen. Das betrifft vor allem die Koop-Komponente, die es uns innerhalb der Redaktion immer schwieriger macht, gemeinsam um die post-apokalyptischen Häuserblocks zu ziehen.

Der Grund dafür ist so einfach wie frustrierend: The Division nimmt sich immer das Gruppen-Mitglied mit dem höchsten Level als Richtwert für den Schwierigkeitsgrad. Daher blieb Dom, der für den Test schon an der Level-Grenze 30 kratzte, anfangs außen vor, während sich der Rest von uns durch die Dark Zone plünderte. Inzwischen hat sich Phil jedoch auch schon auf Stufe 25 vorgekämpft, weshalb nun Hannes und ich auf der Strecke bleiben. Die anderen haben ja kaum Möglichkeiten, unseren mittelstufigen Figuren beim Leveln zu helfen.

4. Weniger feindliche NPCs

Halt! Bevor ihr euch auf den Weg in die Kommentare macht, um mir vorzuhalten, dass ich das Grundprinzip eines Looten und Leveln-Spiels nicht verstehen würde, gebt mir einen Moment, um mich zu erklären.

The Division füllt seine Welt mit ebenso vielen Details wie Gegnern. Besonders die Stadtviertel für fortgeschrittene Spieler machen – gemessen an der Bevölkerungsdichte – den Eindruck, als habe die Apokalypse nie stattgefunden. Das schmälert die Atmosphäre gleich doppelt. Einerseits nehme ich der Welt die Tragödien, die sich abgespielt haben sollen, nicht mehr so recht ab. Andererseits habe ich kaum Gelegenheit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen, da hinter nahezu jeder Ecke neue Feinde lauern.

Daher sollte The Division seine Gegnerzahl etwas reduzieren. Im Gegenzug dürfen die übrig gebliebenen Widersacher ruhig etwas fordernder ausfallen und mehr Erfahrungspunkte abwerfen.

5. Mehr Endgame-Content

Zwar halte ich die Dark Zone für die beste Multiplayer-Idee seit LAN-Partys, und auch andere Kollegen bringen aus dem PvP-Gebiet nicht nur allerlei Loot, sondern auch spannende oder witzige Anekdoten mit. Aber offenbar treffen dort nicht alle Spieler auf denselben Nervenkitzel wie wir. Entweder, weil sie sich am Balancing oder der Grundidee selbst stören. Doch was bleibt den Agenten, die nach dem Ende der Kampagne etwas anderes tun wollen, als in der Dark Zone immer wieder aufs Neue um ihre Beute bangen zu müssen? Aktuell nicht viel.

Daran soll zumindest das erste Gratis-Update, das einen Raid nach Manhattan bringt, etwas ändern. Damit würde The Division jedoch nur die erste Etappe in einem langen Marathon bewältigen, an dessen Ende eine zufriedene Community wartet. Wollen wir hoffen, dass der MMO-Shooter nicht auf halber Strecke stehen bleibt.

Was fehlt euch noch in der Welt von Tom Clancy's The Division?

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