PS 4.5: Was bedeutet das PS4-Upgrade für euch?

Die aktuelle PS4
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Sony plant nun offenbar wirklich ein Hardware-Upgrade für die PS4. Noch 2015 hat Masayasu Ito von Sony darüber gesprochen, dass die Hardware ein solches Update zwar erlauben würde, die Umsetzung aber schwer werden könnte. Er sieht dabei aber auch das Aufbrechen der Spielerschaft in zwei Lager und die Frage, wie zwischen diesen zu balancieren ist.

Ein Beispiel dafür, wie der Spagat eher weniger gut gelingt, ist Nintendo. Der New 3DS ist bis heute ein Upgrade, dessen Nutzen vielen unklar ist. Momentan gibt es genau einen Exklusiv-Titel, Xenoblade Chronicles 3D. Und dieser ist mit der neuen Hardware-Variante gelauncht. Es scheint, als sei Nintendo damit in einen Teufelskreis geraten: Weil sie nicht genug Anreize zum Upgrade bieten, ist die Anzahl an Nutzern sehr gering. Das wiederum erklärt, wieso keine neuen Titel exklusiv für die Hardware erscheinen und damit auch keine neuen Gründe für einen Neukauf kommen.

Andersherum macht sich Sony nicht unbedingt Freunde damit, wenn sie Spiele exklusiv für die neue Hardware anbieten würden. Damit wären die bisherigen mehr als 30 Millionen Spieler von zukünftigen Releases großteilig ausgeschlossen und zum Upgrade gezwungen. Was würde passieren, wenn The Last of Us 2 nicht mehr auf der PS4, sondern nur auf der PS 4.5 läuft? Das wäre ein Bärendienst an den bisherigen Käufern.

Der 3DS ist nun zum ersten Mal an seine Grenzen gestoßen. Hyrule Warriors: Legends ist auf der alten Hardware praktisch unspielbar. Trotzdem hat Nintendo den Titel für den normalen 3DS in den Handel gebracht. Das dürfte Nintendo einigen guten Willen kosten, weil der Titel offensichtlich für den New 3DS ausgelegt ist und auf der alten Variante schlicht nicht spielbar ist. So etwas darf sich Sony auf keinen Fall erlauben.

Hardware-Upgrades sind bisher ausschließlich PC-Spielern bekannt gewesen. Für Konsolen war es lange ein Pro-Argument, dass die Spieler die Hardware eben nicht selbstständig erweitern und verbessern müssen, sondern auf Jahre hin keine neue Technik benötigen. Dieses Argument nun einfach über Bord zu werfen, ist mindestens ein riskanter Schachzug von Sony.

Hat Sony einen Upgrade-Plan?

Immerhin wirkt Ito in dem Interview so, als wäre Sony sich dieses Problems bewusst. Und vielleicht haben sie gerade deswegen auch eine gute Lösung für alle Spieler, die sonst mit der einfachen PS4 zurückbleiben. Möglich, dass ein Upgrade im Tausch gegen eine alte PS4 erheblich billiger ist oder die zusätzliche Hardware-Leistung auch in einer externen Recheneinheit platziert werden kann, die ihr zusätzlich kaufen könnt. Inwieweit das technisch möglich ist, muss Sony natürlich entscheiden, es wäre aber vermutlich eine bessere Variante für die Kunden, wenn sie ihre Konsole modular upgraden könnten.

Laut den Gerüchten soll neben der Möglichkeit für 4K-Auflösung auch VR von den Verbesserungen profitieren. Die bessere Hardware würde den VR-Spielen zugute kommen und auch Sonys Hürde überwindbarer machen, mindestens 60 FPS zu garantieren. Die Frage ist nur, ob damit die PS4.5 im Grunde eine Art VR-Konsole wird und die PS4 von Entwicklern weniger Beachtung findet.

So könnte Sony natürlich Nintendos Fehler der fehlenden Software für die neue Konsole umgehen. Und wenn es nur VR-Spielen etwas nützt, die bessere Hardware zu haben, während alle anderen Spiele weiterhin nativ für die PS4 entwickelt werden, wäre das als Kompromiss vielleicht denkbar: Die PS4 für Spiele, die PS4.5 für VR. Auch wenn dann natürlich die Frage ist, ob alle, die schon eine Vorbestellung für Playstation VR gemacht haben, nun besser auch die neue Konsole bestellen sollten. Bisher war die Aussage ja, dass VR problemlos mit der PS4 kombinierbar sei.

Um von der aktuellen 1080p-Auflösung auf 4K zu kommen, ist außerdem einiges an Technik nötig. Diese hat ihren Preis und auch wenn Sony durch die Massenproduktion die Kosten besser senken kann als ein PC-Hersteller, ist davon auszugehen, dass die neue Konsole auch preislich höher liegen wird als die aktuelle PS4.

Der Knackpunkt der PS4.5 wird es sein, wie es bisherigen PS4-Besitzern möglich sein wird, zu upgraden. Wenn Sony hier einen klugen Plan in der Hinterhand hat, wird das alles recht schmerzfrei über die Bühne gehen. Ansonsten könnte diese Entscheidung den guten Willen der Spieler nachdrücklich angreifen. Kommen dann noch Spiele exklusiv für die neue Hardware oder laufen nur auf der PS4.5 wirklich sauber, wird diese Idee für Sony vermutlich nach hinten losgehen.

Was haltet ihr von dem Upgrade-Plan von Sony?

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