Community-Frage der Woche

Wollt ihr überhaupt noch klassische Singleplayer-Kampagnen?

Star Wars: Battlefront
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Ob nun Rainbow Six: Siege oder Star Wars: Battlefront – gerade Shooter verstehen sich aktuell vor allem als Multiplayer-Titel und legen kaum noch Wert auf Singleplayer-Erfahrungen. Das befürchten zumindest viele Spieler, die sich, wie Episode VII-Star John Boyega, vollwertige Einzelspieler-Kampagnen inklusive Story wünschen. Völlig unbegründet scheinen diese Sorgen übrigens nicht zu sein. Erst vor wenigen Wochen erklärte Gear of War-Schöpfer Cliff Bleszinski den Trend zum Multiplayer mit den zu hohen Kosten, die die Entwicklung einer Kampagne verursache.

Mehr: Battalion 1944 könnte eine Singleplayer-Kampagne bekommen

Dazu passt auch, dass Ubisoft-CEO Yves Guillemot kürzlich eine Kurskorrektur des Publishers ankündigte. Das Unternehmen will Spiele künftig als langlebigen Service begreifen und seinen Fokus verstärkt auf Mehrspieler-Titel legen. Hat die klassische Einzelspieler-Kampagne damit also ausgedient? Würdet ihr sie überhaupt vermissen? Oder erleben wir nur eine Modeerscheinung, die mit Titanfall 2 vielleicht schon bald ein vorzeitiges Ende findet?

Aber bevor wir uns dieser Frage widmen, werfen wir einen kurzen Blick zurück auf die letzte Woche: Anlässlich des 20. Geburtstags von Pokémon wollten wir von euch wissen, welche sechs Taschenmonster in euer Team gehören. Andreas Framke präsentierte uns gleich mehrere Aufstellungen, die er zuerst in die sechs erschienenen Generationen unterteilte und anschließend zu einem "ultimativen Team" zusammensetze:

1. Glurak
2. Hundemon
3. Altaria
4. Rexblisar
5. Flunschlik
6. Quajutsu

M-e-d-e-a konzentrierte sich hingegen hauptsächlich auf die erste Generation:

Mein Team in der ersten Generation:
1.Gengar als Starter
2.Tauros
3.Dragoran (Agilität & Wickel :D)
4.Chaneira
5.Lahmus (sehr stark und im Englischen heißt er "Slowbro"!!)
6.Rizeros

Und damit zurück zur neuen Community-Frage der Woche. Hat die klassische Singleplayer-Kampagne ausgedient – fehlt sie euch in aktuellen Multiplayer-Titeln überhaupt oder seht ihr darin oft nur ein Anhängsel?

Conny ist meistens Einzelgängerin

Allgemein bin ich kein Fan von Multiplayermodi, weil ich mich beim Spielen mit oder gegen unbekannte Menschen schnell unter Erfolgsdruck gesetzt fühle. Gemeinsam mit Freunden habe ich zum Beispiel im Koop bei Left 4 Dead 2 zwar einen Haufen Spaß, aber trotzdem hat der Singleplayer für mich einen enorm wichtigen Stellenwert.

Rae kann mit reinen Multiplayer-Titeln wenig anfangen

Obwohl ich sehr gerne gemeinsam mit meinen Freunden spiele, genieße ich hier vor allem Koop-Erfahrungen und weniger gigantische Multiplayer-Schlachten. Als sehr Story-orientierter Mensch bevorzuge ich aber in erster Linie Singleplayer-Erfahrungen, da ich bisher noch keinen Multiplayer-Titel erlebt habe, der mir die Tiefe bieten konnte, die Kampagnen mit sich bringen können.

Dabei ist es egal, ob es sich nun um große RPGs, Action-Adventures oder Indies handelt – eine gute Story wird immer das Erste sein, was mich von einem Spiel überzeugt. Natürlich brauche ich sie nicht zwingend, um Spaß zu haben, aber sie ist ein Bonus, den ich mir schlecht in reinen Multiplayer-Titeln vorstellen kann. Vielleicht bin ich etwas altmodisch, aber auch wenn ich gerne mal mit oder gegen andere spiele, werde ich immer zuerst zu Spielen greifen, die auch einen Singleplayer anbieten. Manchmal will ich nach einem langen Tag einfach meine Ruhe vor anderen Menschen und auf hektischen Multiplayer-Schlachtfeldern finde ich die nicht.

Dom will weder auf Single- noch auf Multiplayer verzichten

Ich genieße den Wettbewerb und das Kämpfen um jeden Punkt in Spielen wie Call of Duty: Black Ops 3 und League of Legends sehr. Der Mulitplayer-Modus eines guten Spiels ist immer wieder der Hafen, zu dem ich nach einem langen, anstrengenden Tag zurückkehre. Hier ist nicht Hirnmasse, sondern oft Reflexe und Bauchgefühl gefragt — das schont den alltagsgestressten Kopf.

Auf Singleplayer will ich selbstverständlich trotzdem nicht verzichten. Hier können Entwickler all ihre Fähigkeiten zeigen, tolle, unterhaltsame und beständige Geschichten zu erzählen, die uns noch lange nach Spielende bewegen. Darüber, dass mir in Battlefield 4 ein Panzer auf den Kopf gefallen ist, lache ich vielleicht ein paar Minuten — an der tragischen Geschichte von The Walking Dead knabbere ich allerdings wohl noch in zwei Jahrzehnten.

Phil kommt auch prima ohne aus

Wenn ich ein Spiel nennen müsste, das mich in den letzten Monaten am meisten beschäftigt hat, wäre das wohl Call of Duty: Black Ops 3. Das liegt allerdings nicht an einem besonders ausgefeilten Solo-Modus, sondern einzig und allein am großartigen Multiplayer. Ich hätte für den Titel auch ohne Singleplayer gern 60 Euro ausgegeben, ich vermisse ihn nämlich absolut nicht.

Anders sieht das bei Star Wars: Battlefront aus. Bei DICEs Shooter verliere ich meistens nach weniger als 20 Minuten die Lust an den Multiplayer-Gefechten – Schuld ist vor allem das fehlende Balancing. Gerade die tolle Optik und das fantastische Sounddesign würden eine gute Grundlage für eine Singleplayer-Kampagne bieten, die ich Online-Schlachten vorziehen würde.

Tim folgt dem Geld

Vielleicht klingt es abgedroschen und sogar etwas kalt, aber letztlich bestimmen weder Vorlieben noch Wünsche darüber, ob wir bald vermehrt Multiplayer-Spiele vorgesetzt bekommen. Entscheidend ist, wie wir mit unserem Geldbeutel abstimmen. Schließlich wollen Publisher das produzieren, was ihre Umsätze in die Höhe treibt.

Und das sind aktuell nun einmal Mehrspieler-Titel. Die lassen sich nämlich – anders als Solo-Abenteuer – leicht als offener Service vermarkten, der die Community mit kleinen Updates bei der Stange hält, während Mikrotransaktionen überraschend viel Geld in die Kassen spülen. Warum sonst ignoriert wohl beispielsweise Blizzard die Rufe "der Fans" nach einem WarCraft 4 noch so gekonnt und setzt stattdessen auf Hearthstone, Heroes of the Storm oder Overwatch?

Jetzt seid ihr dran!

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